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Freitag, 11. August 2006, 19.00 Uhr

Regionalliga Nord, 3. Spieltag

FC Rot-Weiß Erfurt

1:2

(0:2)

VfL Osnabrück

-

 

 

1:2 Cornelius

25'

30'

82'

 0:1 Reichenberger

 0:2 Brunnem. (ET)

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

4 337

Gästefans

:

70

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Dumme 1:2-Niederlage gegen Osnabrück

Zwei Fehler innerhalb von fünf Minuten haben den RWE gegen Osnabrück um den zweiten Heimsieg in Folge gebracht. Gut eine Stunde rannten die Rot-Weißen einem 0:2-Rückstand hinterher. Am Ende vergebens...

4.337 Zuschauer machten sich an diesem Freitagabend auf den Weg in den Steigerwald, um den durch die Preiserhöhung mittlerweile deftigen Eintrittspreis von mindestens 7 Euro für einen ermäßigten Stehplatz zu berappen und sich bei herbstlichen Temperaturen die erste Saisonniederlage ihrer Rot-Weißen anzuschauen. So auch die fünf wackeren Werrataler Jungs Sandro, Christopher, Lars, Sven und Robert. Dank einer "Geburtstagskiste" Hasseröder - sponsored by Mankowski - war auf der Anreise für Kurzweil gesorgt.

Auch unser Team sorgte heute zunächst von Anfang an für Unterhaltung. Alleinunterhalter Kumbela hatte allein in den ersten zehn Minuten zwei dicke Chancen, die Führung zu erzielen. Und auch Schnetzler hatte in der Folge ein, zwei gute Einschussversuche - nicht gerade zur Freude der rund 70 VfL-Anhänger, die im Gästeblock mit ihren lila-weißen Schwenkfahnen, Doppelhaltern und zahlreichen Transparenten für optische Farbtupfer im Steigerwald sorgten - und vom ersten Auswärtssieg ihrer Mannschaft seit dem 24. August 2005 träumten.

Zwei Schlafwageneinlagen

Es waren keine weiteren zehn Minuten vergangen, da nahm dieser Traum dank tatkräftiger Unterstützung aus dem Hause "Holst & Co." Formationen an. Sportfreund Matthias H. brachte das besondere Kunststück fertig, das eigene Tor zu treffen, indem er den Ball beim Klärversuch an das Bein von VfL-Stürmer Reichenberger schoss, von wo aus die Kugel vorbei am verdutzten Orlishausen in die Maschen flog - 1:0 für Osnabrück (25. Minute).

Die Fans waren völlig geschockt, und ebenso schien es der Mannschaft zu ergehen. Denn der nächste kapitale Fehler ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal war es unser Fels in der Brandung Brunnemann. Scheinbar träumte unser Blondschopf Björn beim Freistoß gerade von seiner "besseren Hälfte" (im RWE-Express gab es zwei schlagkräftige Argumente zu sehen, warum "Brunne" unbedingt in Erfurt bleiben wollte...) und lenkte den Ball einfach mit dem Kopf ins eigene Tor. Kopfschütteln und blankes Entsetzen - so die Reaktion der Fans nach diesem 0:2 Rückstand in der 30. Minute.

Knoten platzt zu spät

Doch es gab noch Lichtblicke. Kumbela war so einer. Kurz vor und kurz nach der Pause hatte er den Anschlusstreffer zwei mal auf dem Fuß - aber nicht das Glück des Tüchtigen. Die Osnabrücker hingegen zogen sich in Halbzeit zwei zurück - der RWE hatte es so besonders schwer, sein Spiel zu entfalten. Erst zehn Minuten vor Schluss platzte der Knoten dann bei unseren Akteuren. Dem sehenswerten Tor von Danny Cornelius (82.) folgten eine Reihe hochkarätiger Chancen. Doch wie so oft fehlte es kurz vor Ende an der nötigen Präzision und dem unbedingten Willen, den Ausgleich doch noch zu schaffen.

So gab es im dritten Spiel also den ersten Dämpfer der neuen Saison. "Zur rechten Zeit", werden viele sagen. Denn nach den vier Punkten aus den beiden Auftaktpartien hatten manche ja schon vom Griff nach den Sternen geträumt. Was heißt hier manche - bei der Lektüre des RWE-Express hatte man den Einruck, den Aufstieg ("mindestens") in die zweite Liga  hätte man schon fast in der Tasche. Und "verdient" natürlich sowieso. 

Nun gut, träumen ist erlaubt, und irgendwann gehen manche Träume sogar in Erfüllung (siehe Osnabrück). Die einen früher, die anderen später. Vom Aufstieg in die zweite Liga jedoch ist unsere Mannschaft im derzeitigen Zustand mindestens noch so weit entfernt "wie die Kuh von der Strahlenforschung", wie ein Mitglied unseres Fanclubs immer so schön zu sagen pflegt!

Text/Fotos:  Robert Nößler

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